Echte Füchse wissen,

was sich rechnet.

  • 0 800 - 222 05 50
  • Mo. - Fr. 8.00 - 19.00 Uhr

Nebenkostenrechner: Berechne die Nebenkosten für deinen Hauskauf

Wer einen Immobilienkauf oder Hausbau plant, sollte sich im Klaren darüber sein, dass zum reinen Kaufpreis der Immobilie bzw. des Grundstücks noch weitere Nebenkosten hinzukommen. Diese machen durchschnittlich noch einmal rund 10 bis 15 Prozent der Kaufsumme aus. Hier erfährst du Tipps und Informationen, wie du die Höhe der Nebenkosten reduzieren kannst. Nutze außerdem unseren kostenlosen Nebenkostenrechner. Der Online-Rechner berücksichtigt alle Kosten, die beim Kauf oder Bau einer Immobilie anfallen, und berechnet schnell und anonym die Höhe deiner wichtigsten Nebenkosten.



Welche Nebenkosten fallen beim Immobilienerwerb an?

Bei der Kaufabwicklung kommen einige Nebenkosten hinzu, die du kennen und einschätzen solltest. Nur so kannst du die letztendliche Höhe der Finanzierung richtig berechnen. Anhängig vom Bundesland und von deiner persönlichen Situation und den Rahmenbedingungen des Immobilienerwerbs fallen verschiedene Kosten an. Bedenke außerdem, dass es hinsichtlich der Nebenkosten Unterschiede zwischen Hauskauf und Hausbau gibt. In erster Linie berechnen sich die Nebenkosten aus den folgenden Komponenten:

  • Notarkosten
  • Grunderwerbssteuer
  • Maklerprovision
  • Nebenkosten der Baufinanzierung
  • Erschließungskosten beim Hausbau
  • Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten

Notarkosten: Welche Gebühren kommen auf dich zu?

Wer einen Immobilienkauf abwickelt, benötigt dafür die beglaubigte Urkunde eines Notars. Das Bürgerliche Gesetzbuch schreibt eine notarielle Beurkundung vor. Die Kosten dafür betragen circa 1 Prozent des Kaufpreises und werden vom Käufer getragen. Darüber hinaus veranlasst der Notar eine Grundbucheintragung. Durch den Eintrag ins Grundbuch wirst du laut Gesetz erst zum offiziellen Eigentümer eines Grundstücks. Im Grundbuch wird gegebenenfalls auch die Grundschuld oder Hypothek schriftlich festgehalten. Die Notarkosten für den Grundbucheintrag liegen bei 0,5 Prozent des Kaufpreises. Möchtest du weitere Notarleistungen in Anspruch nehmen, zum Beispiel, weil du eine alte Grundschuld ablösen oder ein Wohnrecht eintragen willst, erhöhen sich die Kosten entsprechend. Da das Honorar des Notars gesetzlich geregelt ist, lassen sich die Kosten für die Notargebühren und Grundbuchgebühren nicht vermeiden.

Grunderwerbsteuer: Die Kosten des Finanzamts

Als Hauskäufer musst du in Deutschland Grunderwerbsteuer an das Finanzamt zahlen. Je nach Bundesland liegen die Kosten dafür bei 3,5 bis 6,5 Prozent des Kaufpreises des Hauses, der Wohnung oder des Grundstücks.

So senkst du die Grunderwerbssteuer
Unser Tipp: Trenne Immobilie und Inventar. Die Grunderwerbsteuer wird auf den gesamten Kaufpreis für Grundstück plus Haus erhoben. Nur alle Einrichtungsgegenstände, die untrennbar mit dem Haus verbunden sind, müssen mitversteuert werden. Alle „beweglichen Extras“, die du ausbauen und woanders wieder einbauen könntest, kannst du im Kaufvertrag gesondert auflisten und so die Bemessungsgrundlage für die Steuer deutlich senken. Zu diesem mobilen Inventar einer Immobilie zählen zum Beispiel Einbauküchen, Gartenhäuser, Möbel, Markisen, Kamine oder Saunen.

Maklerprovision: Die Gebühr für die Vermittlung

Ist ein Makler an der Vermittlung des Hauses oder der Wohnung beteiligt, fällt eine  Courtage an. Auch diese variiert je nach Region und ist abhängig vom Kaufpreis – und vom Makler. Denn in erster Linie ist die Vermittlungsprovision eine Verhandlungssache zwischen dem neuen Eigentümer, dem Verkäufer und dem Makler. In einigen Bundesländern ist es gang und gäbe, dass sich Käufer und Verkäufer die Kosten für die Gebühr teilen, in anderen, insbesondere in Metropolen, wie Hamburg, Berlin und Bremen, kommt der Käufer häufig alleine für die Zahlung auf. Im Durchschnitt kannst du von einer Maklerprovision von 3,5 bis 7,00 Prozent des Kaufpreises ausgehen.

So reduzierst du die Maklercourtage
Hier lässt sich mit Verhandlungsgeschick eine Menge Geld sparen. Versuche, sowohl Makler als auch Verkäufer von einer fairen Teilung der Provision zu überzeugen. Einige Makler lassen sich auch auf einen Festpreis ein. Eines ist klar: Je weniger Mitinteressenten du hast bzw. je schneller der Verkäufer seine Immobilie veräußern möchte, desto schneller lassen sich Makler und Verkäufer auf einen Deal ein. Ein weiterer Punkt, an dem du Geld sparen kannst, ist, wenn du die Provision nicht in den notariellen Kaufvertrag aufnimmst. Das senkt die letztendliche Kaufsumme und somit auch die Notargebühren. Lass dich hier im Vorwege ausführlich rechtlich beraten. Zu guter Letzt gibt es natürlich noch die Möglichkeit, die Maklerprovision komplett zu umgehen, indem du ein eigenes Haus von privat kaufst.

Zusatzkosten der Baufinanzierung: mögliche Bereitstellungszinsen

Dass durch die Zinsen an die Bank zusätzliche Kosten zur reinen Tilgung des Kaufpreises entstehen, sollte jedem Immobilienkäufer klar sein. Schließlich übernimmt keine Bank die Finanzierung, ohne an dieser zu verdienen. Darüber hinaus können aber auch noch Bereitstellungszinsen hinzukommen, falls du das gewünschte Darlehen nicht innerhalb einer festgelegten Frist abrufst. Das ist häufig beim Bau eines Hauses der Fall, denn hier wird in der Regel nach Baufortschritt bezahlt. Dadurch wird das benötigte Darlehen nicht mit einem Mal abgerufen.

So reduzierst du die Bereitstellungszinsen
Mit einem guten Timing lassen sich die Bereitstellungskosten immens reduzieren. Versuche durch eine gute Vorbereitung und geschickte Planung, die Finanzierung und das Bauvorhaben zeitlich aufeinander abzustimmen. Erstelle dafür mit dem Bauträger unbedingt einen konkreten Zahlungsplan. Terminiere die bereitstellungsfreie Zeit so, dass sie erst kurz vor Beginn der Bauarbeiten anfängt. Ein weiterer Tipp ist es, dass du mit deinem Kreditgeber eine bereitstellungsfreie Zeit verhandelst, die du optional verlängern kannst.

Weitere Informationen zu Bereitstellungszinsen findest du hier.

Sonstige Kosten: Gutachten, Baugenehmigung & Co.

Sei es ein Gutachten über die Immobilie, eine Baugenehmigung, Erschließungskosten oder aufwendige Renovierungsarbeiten am Haus – es können je nach Immobilie noch weitere Kosten auf dich zukommen, die in die Abrechnung einkalkuliert werden sollten.

So reduzierst du Erschließungskosten
Werfe einen Blick in den Kaufvertrag und schaue, ob die Erschließungskosten bereits im Kaufpreis enthalten sind. Nur so kannst du die Kosten rechtzeitig einschätzen. Den größten Teil für die Erschließungskosten nimmt der Anschluss an Strom, Wasser, Abwasser und Gas oder Fernwärme ein. Zwar darfst du den Anschluss nicht selbst verlegen, du kannst aber auf deinem Grundstück den Schacht dafür ausheben und so mit Eigenleistung die Ausgaben reduzieren.

So sparst du an den Modernisierungs- und Renovierungskosten
Gerade beim Kauf älterer Häuser sollte man einige Modernisierungs- und Sanierungskosten einplanen. Ob neue Fenster, ein neues Dach, eine neue Heizung oder eine gute Wärmedämmung – informiere dich bei unseren Finanzexperten über die Möglichkeiten einer staatlichen Förderung. Vor allem die KfW-Bank vergibt günstige KfW-Darlehen und tilgungsfreie Zuschüsse für energetische Maßnahmen.


So funktioniert der Nebenkostenrechner

Eine solide Planung ist die beste Basis für eine Finanzierung. Unser Nebenkostenrechner bewahrt dich vor unerwarteten Überraschungen. Mit unserem Nebenkostenrechner kannst du online und ganz ohne die Eingabe persönlicher Daten die Nebenkosten berechnen, denn der Rechner bezieht Notarkosten, Grundbucheintrag und Grunderwerbssteuer mit in die Kalkulation ein.

Und so geht es: Gib im ersten Schritt an, ob du eine Immobilie kaufen oder bauen möchtest oder ob du an einer Umschuldung oder einer Änderung am Grundbuch interessiert bist. Je nach Angabe eröffnen sich weitere Optionen. Gehen wir vom klassischen Fall, nämlich dem Hauskauf oder Hausbau, aus, musst du anklicken, ob eine Grundschuld eingetragen werden soll, und wenn ja, in welcher Höhe. Zudem gilt es auszuwählen, welche Notarleistungen du in Anspruch nehmen willst (z.B. Zahlung über ein Notaranderkonto, notarielle Bestätigung, Grundbuch-Brief). Weitere entscheidende Angaben sind die Kaufsumme der Immobilie sowie die Auswahl des Bundeslandes. Klicke anschließend auf das Taschenrechner-Symbol und erhalte unmittelbar ein Ergebnis. Dieses beinhaltet nicht nur die Höhe der Nebenkosten, sondern splittet diese auch detailliert in den Anteil für die Notarkosten, für das Grundbuchamt und für die Grunderwerbsteuer auf. Anschließend hast du die Möglichkeit, direkt eine Anfrage zu stellen und einen Finanzierungsvorschlag anzufordern. Erst in diesem Fall benötigen wir die Kontaktdaten von dir.

Übrigens: Die Maklerkosten werden von dem Nebenkostenrechner nicht berücksichtigt, da diese nicht bei jedem Hauskauf entstehen und auch individuell sehr stark variieren.


Warum ist es wichtig, das Bundesland im Nebenkostenrechner einzugeben?

Die Hauskauf-Nebenkosten variieren von Region zu Region, denn die Grunderwerbsteuer ist Ländersache. Auch die Maklerprovision unterscheidet sich je nach Region und ist Verhandlungssache. Da auch andere Faktoren, wie zum Beispiel die Eintragung einer Grundschuld, in die Berechnung mit einfließen, kann die Höhe der Kaufnebenkosten beim Grundstücks- und Immobilienerwerb nach Bundesländern nur geschätzt werden.
 

Bundesland Grunderwerbsteuer in % des Kaufpreises Geschätzte Kaufnebenkosten* in % des Kaufpreises
Brandenburg 6,5 % 13,64 %
Berlin 6,0 % 13,14 %
Hamburg 4,5 % 12,25 %
Niedersachsen 5,0 % 11,95 %
Bremen 5,0 % 11,95 %
Nordrhein-Westfalen 6,5 % 11,26 %
Rheinland-Pfalz 5,0 % 11,26 %
Mecklenburg-Vorpommern 5,0 % 10,95 %
Hessen 6,0 % 10,95 %
Thüringen 6,5 % 10,07 %
Schleswig-Holstein 6,5 % 10,07 %
Baden-Württemberg 5,0 % 10,07 %
Sachsen 3,5 % 10,07 %
Saarland 6,5 % 9,57 %
Sachsen-Anhalt 5,0 % 9,57 %
Bayern 3,5 % 8,57 %

 

Quelle: Statista.com, URL: de.statista.com/statistik/daten/studie/202073/umfrage/summe-zukuenftiger-kaufnebenkosten-beim-grundstueckerwerb-in-deutschland/, Stand: Oktober 2019.


Unser Experten-Tipp: Nebenkosten mit Eigenkapital bezahlen

Eine Immobilienfinanzierung ganz ohne Eigenkapital ist heutzutage aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen sehr wohl denkbar, allerdings nicht in jedem Fall empfehlenswert. Denn je höher das Eigenkapital ist, desto attraktiver sind die Konditionen für den Kredit. Unsere Finanzexperten von creditweb raten dazu, circa 20 bis 30 % der Kaufsumme als eigenes Geld zu besitzen. Falls du nicht über so viel eigenes Geld verfügst, empfehlen wir dir, zumindest Eigenkapital in Höhe der Kaufnebenkosten zu besitzen, sprich circa 10 bis 15 % des Kaufpreises.

Rechenbeispiel: Du kaufst eine Immobilie zum Preis von 300.000 Euro. Dazu kommen 10 % Kaufnebenkosten. Das heißt, insgesamt kommt eine finanzielle Belastung von circa 330.000 Euro auf dich zu. Ratsam ist es, wenn du zumindest die 30.000 Euro für die Nebenkosten als Eigenkapital zur Verfügung hast.

Persönliche Beratung bei creditweb

Der Nebenkostenrechner bietet dir einen ersten Überblick – eine persönliche Beratung kann er allerdings nicht ersetzen. Unsere Finanzexperten rechnen gerne die konkreten Konditionen für deine individuelle Baufinanzierung bzw. für sämtlichen Nebenkosten aus. Gerne informieren wir dich auch über staatliche Förderungen, wie eine KfW-Förderung. In einem ausführlichen Gespräch geben wir dir weitere Informationen und finden das beste Angebot für die Finanzierung deines Immobilienkaufs oder deines Hausbaus.

Interesse an einem unverbindlichen Informationsgespräch? Jetzt einen Rückruf vereinbaren:

1. Seite